MAP THE GAP - mit digitalen Medien gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

MAP THE GAP - mit digitalen Medien gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

MAP THE GAP bietet jungen Menschen die Gelegenheit, sich spielerisch mit den Chancen einer vielfältigen Gesellschaft und den negativen Folgen von gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in ihrer Lebenswelt auseinanderzusetzen. Sie bezieht sich auf Diskriminierungsformen wie Rassismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit oder die Abwertung von Obdachlosen.

Niedersachsen ist ein vielfältiges Land: Wenn man mit offenen Augen durch die Städte und Dörfer des Landes geht, findet man überall Beispiele für ein gelebtes Miteinander von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur, Religion, sexueller Orientierung sowie mit und ohne körperliche/geistige Beeinträchtigungen – man findet aber auch überall Beispiele für bewusste oder unbewusste Ausgrenzung im Alltag oder Orte, an denen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) schreckliche Folgen hatte bzw. hat. MAP THE GAP hat zum Ziel, junge Menschen für die Gefahr von Abwertung und Ausgrenzung sowie für die Potenziale einer vielfältigen Gesellschaft zu sensibilisieren. Gleichzeitig werden sie dazu bewegt, öffentliche Diskriminierung nicht einfach hinzunehmen, sondern darauf zu achten und sich zu positionieren.

Im Rahmen von MAP THE GAP sollen junge Menschen ihre Lebenswelt mit dem Blick auf Vorurteile, Ausgrenzung, aber auch Vielfalt genauer unter die Lupe nehmen. Dazu sind GPS-Routen von jungen Menschen für junge Menschen in Niedersachsen entstanden, in denen sie Orte in ihrer Heimat, die sie mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder auch Vielfalt in Verbindung bringen, identifizieren. Diese GPS-Routen sind öffentlich spielbar, einzelne Punkte sind mit Informationen und Quizfragen versehen, sodass Spielende sich thematisch mit der jeweiligen Station auseinandersetzen müssen, um sich die neuen Koordinaten für die nächste Station zu erspielen. Zum Einsatz der GPS-Routen und dem Themenfeld „Gegen Gruppen gerichtete Menschenfeindlichkeit (GMF)” sind darüber hinaus interaktive Lernmaterialien und ein Handbuch zur inhaltlichen Sensibilisierung entstanden. Die Touren können auf Klassenfahrten oder bei Gruppenausflügen dazu dienen, Vielfalt vor Ort zu entdecken. Die Routen abzulaufen und alle Aufgaben zu lösen dauert je nach Tour 60 bis 90 Minuten.

Im Projekt MAP THE GAP sind 19 GPS-Routen in Niedersachsen entstanden. Die Routen basieren auf der kostenlosen APP Actionbound. Neue Routen können auf Anfrage von Jugendgruppen in zwei Wochenend-Workshops erstellt werden. Dabei fallen Kosten für Teamer-innen an. Sprechen Sie uns an!

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